5 Freizeit-Tipps für einen nachhaltigen Sommer

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, Badeausflüge, Grill-Abende mit Freunden und viel gute Laune. So stellen wir uns den perfekten Sommer vor. Damit du in den kommenden heißen Monaten kein schlechtes (Umwelt-)Gewissen haben musst, haben wir fünf Tipps für einen nachhaltigen Sommer zusammengestellt.
Text von Theresa Bergbauer
7/12/2021
Tipps für einen nachhaltigen SommerTipps für einen nachhaltigen Sommer

1. Grillen und Picknick Veggie-Version

 

Wie geht’s?

Grillen und Picknicken gehören zum Sommer wie die heißen Himbeeren zum Vanilleeis. Egal ob in einer lauen Sommernacht auf der eigenen Terrasse, beim Ausflug zum Lieblingsbadesee oder im schattigen Park – gutes Essen, eisgekühlte Getränke und gute Laune machen jeden Sommertag zu einem wunderbaren Erlebnis. Doch die Grillwürstchen und das Steak kaufen wir dieses Jahr gar nicht erst ein …

Probiere stattdessen neue Veggie-Grillrezepte aus: Knackig buntes Gemüse wie Paprika, Mais, Champignos und Zucchini auf Holzspießen sind das neue Schaschlik. Auch Süßkartoffel- oder Kürbis-Spalten lassen sich ganz wunderbar grillen. Steaks aus Blumenkohl oder Sellerie mariniert mit deinen Lieblingsgewürzen schmecken herrlich. Das Internet ist voll mit kreativen vegetarischen Grill-Alternativen – lass dich inspirieren!

Zum Beispiel hier:

Fleißaufgabe für noch mehr Nachhaltigkeit:

Für einen Zero-Waste-Grillabend oder ein Zero-Waste-Picknick gibt’s extra Umwelt-Punkte:

  • Vermeide Einweg-Grills, denn die sind reine Rohstoffverschwendung.
  • Kaufe dein Gemüse und alle anderen Lebensmittel möglichst verpackungsfrei.
  • Benutze für den Transport Gläser, Dosen und Schüsseln mit Deckeln statt Frischhalte- oder Alufolie.
  • Statt Einweggeschirr aus Plastik zu benutzen, bitte deine Gäste je ein Set Geschirr und Besteck von zu Hause mitzubringen.
  • Für den Aperitif gibt’s inzwischen nachhaltige Strohhalme aus Glas oder Edelstahl.

2. Veranstalte deinen persönlichen Clean-up-Day!

 

Wie geht’s?

Nutze deine freien Sommer-Tage, um die Welt ein wenig sauberer zu machen. Hast du zum Beispiel schon mal was von „Plogging“ gehört? Das Trendwort setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (= aufheben) und Jogging zusammen. Das Ziel: Verabrede dich mit ein paar Freunden regelmäßig zum Laufen, dabei stattet ihr euch mit Handschuhen und Müllbeuteln aus und sammelt während eurer gemeinsamen Jogging-Runde Müll vom Boden auf. Das regelmäßige Bücken dient nicht nur der Umwelt, sondern auch euren Muskeln!

In diesem Video erfährst du mehr über Plogging:

Fleißaufgabe im Urlaub:

Natürlich kannst du nicht nur zu Hause beim Joggen Müll sammeln. Viele Strände leiden unter Vermüllung – vor allem durch Plastik. Deswegen tust du der Umwelt etwas Gutes, wenn du in deiner Sommer-Auszeit ein Beach-Clean-up organisierst.

Müll sammeln kannst du aber auch im Wander-Urlaub: Auch in den Bergen haben Zigarettenstummel, Plastikflaschen und Co. nichts verloren. Und einen Müllsack im Rucksack zu transportieren, tut nicht weh.

3. Urlaubslektüre tauschen

 

Wie geht’s?

Stattest du dich vor deinen zwei Wochen Sommer-Urlaub auch immer mit jeder Menge neuer Bücher und Magazine aus? Dieses Jahr machst du das anders!

Bitte zwei oder drei Personen aus deinem persönlichen Umfeld mit dir einen Urlaubslektüre-Tausch zu machen. Jede Person wählt aus ihrer individuellen Bibliothek sowie dem Bestand an Magazinen und Zeitschriften die Lieblingslektüre und die liebste Ausgabe der letzten Jahre aus (das können natürlich auch mehrere Bücher oder Zeitschriften sein). Bei einem Treffen oder einem Online-Meeting stellt jede Person ihren ausgewählten Lesestoff, den sie zum Tausch anbieten möchte, kurz vor und wer sich für die Lektüre interessiert, schnappt sie sich für seinen Urlaub!

Die Alternative:

Alternativ kannst du dich auch an einem Bücherschrank in deiner Nähe bedienen oder auch Bücher sowie Magazine aus der nächsten Bibliothek ausleihen. Ein Bibliotheksausweis ist im Handumdrehen beantragt und lohnt sich auch nach dem Urlaub garantiert noch.

4. Fair und nachhaltig baden gehen

 

Wie geht’s?

Wenn du diesen Sommer in neue Bademode investieren möchtest, sieh dich in den Kollektionen von Modelabels um, die nachhaltig und fair produzieren. Wir haben dir weiter unten eine Liste zusammengestellt. Recherchiere unter welchen Bedingungen und aus welchem Material der Bikini, der Badeanzug oder die Badehose deiner Träume produziert wird.

Investiere in hochwertige Swimwear, die dir wirklich gefällt und von der du dir vorstellen kannst, sie über mehrere Jahre zu tragen, statt dir drei oder vier günstige Fast Fashion-Bikinis zu kaufen, die du nach dem Sommer wieder aussortierst.

Noch besser für die Umwelt ist es, wenn du auf die Bademode zurückgreifst, die du schon im Schrank hängen hast.

Nachhaltige Bademode-Marken:

5. Nachhaltige Sonnencreme und DIY After Sun Pflege

 

Wie geht’s?

Nachhaltigkeit hört nicht bei der Wahl der Bademode auf. Beim Sonnenbad während des Badeausflugs kannst du statt herkömmlicher Sonnencreme aus der Drogerie auf eine nachhaltigere und haut- sowie umweltfreundliche Alternative umschwenken. Deinen After Sun Balsam für die Pflege danach kannst du ganz einfach selbst herstellen.

Achte beim Kauf deiner Sonnencreme darauf, dass du ein Naturkosmetik-Produkt kaufst. Du erkennst diese Produkte an Siegeln wie zum Beispiel dem BDIH, NaTrue, Ecocert oder Demeter. In herkömmlichen Sonnencremes werden oft chemische Filter verwendet, um die UV-Strahlen unschädlich zu machen. Naturkosmetik-Marken verwenden stattdessen mineralische Filter, die unbedenklicher für die Haut sind. Das zahlt sich auch für die Umwelt aus, denn durch Naturkosmetik-Sonnencreme gelangen keine schädlichen Chemikalien beim Baden in die Gewässer.

Infos zu empfehlenswerten Naturkosmetik-Marken findest du hier >>

Anleitung DIY After Sun Pflege:

Für die Pflege nach dem Sonnenbad kannst du mit ein paar einfachen Handgriffen dein eigenes Körperöl herstellen. Als Basis verwendest du dafür Aloe Vera Öl in Bio-Qualität, das bekommst du in der Regel in jedem Reformhaus oder Biomarkt. Aloe Vera spendet viel Feuchtigkeit, wirkt entzündungshemmend und stärkt die Selbstheilungskräfte der Haut – perfekt für dich, wenn du ein bisschen zu viel Sonne abbekommen hast.

Ergänzend kannst du zum Bio-Öl (circa 50 ml) noch einige Tropfen ätherisches Lavendelöl geben. Lavendel beruhigt die gereizte Haut zusätzlich und unterstützt so den Heilungsprozess nach einem Sonnenbrand.