Taschenliebe? Diese 3 Marken haben nachhaltige und trendige Modelle

Lebenslange Begleiter und noch dazu umweltschonend hergestellt: Nachhaltige Taschen sind was für alle, die ein Statement in Sachen fairer Fashion setzen wollen.
Text von Tatjana Buchner
8/12/2021
TaschenTaschen

Klar – wer faire Kleidung trägt, tut Gutes für Mensch und Natur. Noch besser ist es, auch bei Accessoires wie Taschen darauf zu achten, dass sie nachhaltig sind. Ob Bauchtasche im stylischen Design oder Backpack im klaren Look: Wir stellen dir drei Labels vor, die recycelte Materialien verwenden und unter fairen Arbeitsbedingungen produzieren.

pinqponq – inspiriert von Kunst und Kultur

Seit 2014 fertigt das Kölner Label pinqponq funktionale Taschen und Rucksäcke. Es lässt sich dabei von der Kunst, Architektur, Musik und Mode inspirieren. Das klare, minimalistische Design und das neutrale Farbkonzept ermöglichen es, dass Frauen und Männer die Bags für den Wochenend-Trip oder Taschen für alltägliche Bedürfnisse gleichermaßen benutzen können. Zum Einsatz kommen Materialien, die zu 100% aus recycelten PET-Flaschen bestehen, PFC-frei und vegan sind. Die Global Recycled Standard (GRS)-Zertifizierung gewährleistet, dass es sich ausschließlich um gebrauchte Kunststoffflaschen aus Taiwan handelt. Das Unternehmen ist bluesign®-zertifiziert und arbeitet daran, toxische Chemikalien aus der Lieferkette zu entfernen. Zudem arbeitet das Label mit der Fair Wear Foundation (FWF) zusammen, um faire Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken in Portugal, Vietnam und Myanmar zu sichern.

BEEN London – Weg mit dem Müll

Abfall ist nur dann Abfall, wenn ihn niemand nutzt. Davon war die ehemalige BBC-Nachrichtenredakteurin Genia Mineeva überzeugt und gründete das nachhaltige Label BEEN London. Ihr Ansatz: Das Wiederverwenden von Material. Für ihre Taschen bezieht sie unter anderem recyceltes Leder und recycelte Plastikflaschen. Um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, werden die puristisch gestalteten Crossbody-Bags, die cleanen Handyhüllen oder die minimalistischen Clutches von Frauen handgefertigt, und zwar an Ort und Stelle in East London. Zudem stellt Mineeva auf diese Weise sicher, dass jede der Mitarbeiterinnen gut bezahlt und mit Respekt behandelt wird. Das Unternehmen bietet außerdem einen Reparaturservice. Sollten die Taschen nicht ausbesserbar sein, können sämtliche Teile recycelt werden.

Ucon Acrobatics – Verhaltenskodex für die Partner

Während ihres Studiums reifte bei den Freunden Jochen Smuda und Martin Fussenegger die Idee für ein nachhaltiges Start-up. Seit 2001 bringt ihr Unternehmen Rucksäcke, Bags und Crossbodys aus umweltfreundlichen Materialien auf den Markt. Entwickelt werden die Kreationen für urbane Nomaden in ihrem Atelier in Berlin-Friedrichshain. Ihr Anspruch: minimalistisch, funktional, langlebig. Dafür nutzt Ucon Acrobatics Material aus recycelten PET-Kunststoffflaschen, das sie in Fabriken in China für Rucksäcke und Taschen verarbeiten lassen. Ucon Acrobatics zahlt den dortigen ArbeiterInnen nach eigenen Angaben das Doppelte bis Dreifache des Mindestlohns. Die Gründer haben ebenfalls einen Verhaltenskodex für GeschäftspartnerInnen ausgearbeitet, der die vier Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation (ILO) abdeckt. Jeweils einer der Gründer besucht mehrmals im Jahr die Produktionsstätten und auditiert Abläufe und Arbeitsbedingungen.