Deo-Cremes – was steckt hinter dem neuen Trend?

Deo-Cremes sind eine beliebte Alternative zu Deodorants wie Spray, Stick oder Roll-on. Sie kommen in der Regel ohne bedenkliche Konservierungsstoffe aus und sind umweltfreundlich.
Text von Tanja Busch
5/28/2021
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Deo-Cremes im Trend

 

Für die meisten von uns gehört es zur Routine im Bad wie das Zähne putzen: Deo auftragen. Dies soll für Frische sorgen und unangenehmen Körpergeruch vermeiden. Total im Trend: Deo-Cremes. Immer mehr von ihnen präsentieren sich in Einzelhandelsgeschäften und Online-Shops. Viele neue Marken kommen auf den Markt, oft nachhaltig in kleinen Manufakturen gefertigt. Aber worauf sollte man beim Kauf der Deo-Cremes achten?

 

Natürliche Inhaltsstoffe

 

Grundsätzlich gilt: Man kann auf alle Inhaltsstoffe, die in Cremes enthalten sind, allergisch reagieren. Doch wer dieses Risiko minimieren möchte, sieht sich unter den Angeboten von Naturkosmetik-Herstellern um. Diese verzichten in ihren Deo-Cremes vollständig auf Alkohol sowie synthetische Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe.

Die Cremes enthalten stattdessen natürliche, oft vegane Inhaltsstoffe wie Bio-Kokosöl und wirken daher schonend. Ätherische Öle, zum Beispiel Lavendel oder Limone, sorgen für den wohlriechenden Kick. Wer allerdings zu empfindlicher Haut und Allergien neigt, sollte auf Deo-Cremes ganz ohne Duftstoffe zurückgreifen. Diese sind vollkommen parfumfrei.

Begrenzter Schutz unter den Achseln

 

Bei der Auswahl eines Antitranspirants ist zu bedenken: Viele Deo-Cremes kommen ohne Aluminium aus und verhindern daher nicht die natürliche Schweißproduktion. Wenn du also zu starkem Schwitzen neigst, sind sie möglicherweise weniger wirksam als herkömmliche Deodorants mit Aluminiumsalzen.

Allerdings schützen natürliche Stoffe in ihnen, etwa aus Sheabutter und Kokos, über einen längeren Zeitraum vor Geruchsbildung. Und das, ohne die schweißregulierende Hautfunktion zu beeinträchtigen. Einige Anbieter werben mit einem 24-Stunden-Schutz, andere sogar mit 48 Stunden.

In einigen Fällen enthalten Deo-Cremes Natron, da es ein wirkungsvolles und altbewährtes Hausmittel gegen die Bildung von Körpergeruch ist. Dieser Inhaltsstoff hat jedoch zwei Nachteile: Das Deo kratzt eventuell beim Auftragen und bei hohen Temperaturen tendiert es dazu, sich zu verflüssigen.

 

Simple Handhabung auf der Haut

 

Deo-Cremes lassen sich leicht anwenden. Nach dem Händewaschen entnimmst du einfach eine erbsengroße Menge mit den Fingerspitzen aus dem Behälter. Danach verteilst du die Creme rund fünf Sekunden lang unter den Achseln. Die einmassierten Stellen dürfen nicht mehr weiß aussehen.

Bist du schon mal auf Tapioca-Stärke als Inhaltsstoff gestoßen? Die aus der getrockneten Maniokwurzel gewonnene Stärke sorgt für die gute Streichfähigkeit der Deo-Creme. Zudem punktet sie damit, dass sie die aus der Haut austretende Feuchtigkeit aufnimmt und bindet. Das hält die Achseln trocken.

Die Deo-Cremes ziehen in der Regel schnell ein, vermitteln ein angenehm trockenes Gefühl auf der Haut und hinterlassen keine weißen Spuren in der Kleidung.

Du kannst die Deo-Creme übrigens auf deine frisch rasierte Haut auftragen: In vielen Produkten befindet sich reizlinderndes Zinkoxid, das die empfindliche Achselhaut nach der Rasur beruhigt und antibakteriell wirkt.

 

Vorteile für die Umwelt

 

Deo-Cremes sammeln auch aus Umweltsicht Pluspunkte: Sie sind meist ziemlich ergiebig und halten deshalb länger als andere Deo-Artikel. Ein 50-Milliliter-Inhalt reicht durchschnittlich rund sechs Monate.

Da die Cremes sich häufig in Tiegeln aus Glas oder Metall befinden, kannst du die Behälter später für andere Zwecke nutzen – etwa als hübsches Deko-Objekt. Auf diese Weise fällt weniger Verpackungsmüll an als bei herkömmlichen Deos. Einige Anbieter werben sogar damit, dass sich die Tiegel kompostieren lassen.