Wie wir bewertenWie wir bewerten

Wie wir bewerten

Hier erfährst du alles über das Bewertungssystem von fairlyfab

Transparenz steht für uns an erster Stelle

 

Wir wollen dabei helfen, bewusste nachhaltige Einkaufsentscheidungen zu treffen, die den Werten der VerbraucherInnen entsprechen – aber auch unseren: Die Marken, die bei uns gelistet werden, achten entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt, Mensch und Tier. Der Sustainable Development Goals 12 ist unser Meilensteine und Ausgangspunkt für den Kurswechsel, den wir antreiben wollen: nämlich „nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion fördern“. Das erfordert ein hohes Maß an Transparenz, Hintergrundwissen und Glaubwürdigkeit.

 

Zusammenarbeit mit Good On You

 

Um eine nachvollziehbare Transparenz bei den Marken zu schaffen, arbeiten wir mit der international anerkannten australischen Rating-Agentur Good On You zusammen. Diese bewertet anhand öffentlich einsehbarer Informationen wie zum Beispiel Geschäftsberichte, Zertifizierungen, Verhaltenskodex, Nachhaltigkeits- und/oder CSR-Reports und den von den Marken selbst veröffentlichten Informationen, Marken hinsichtlich eines verantwortungsvollen Umgangs mit Umwelt, Mensch und Tier.

Good On You ist die weltweit führende Quelle für die Bewertung von Modemarken in Bezug auf deren ethische Standards und nimmt dabei die Produktionsketten als Ganzes unter die kritische Lupe. Good On You geht bei den Rating-Kriterien von der Perspektive der KundInnen aus. Durch intensive, langjährige Recherchen und Untersuchungen ermittelte Good On You die Themen, die in Hinblick auf Nachhaltigkeit in der Mode für VerbraucherInnen wichtig sind: Die bewerteten Standards basieren in Folge der Recherchen auf den drei Säulen „Umwelt“, „Mensch“ und „Tier“. Je Säule können maximal 5 Punkte erreicht werden. Aus diesen Punkten errechnet sich dann die Gesamtbewertung, die wir von fairlyfab übernehmen und in unsere Ratingdarstellung übertragen.

Das Ergebnis: ein zweistufiges, zuverlässiges Bewertungssystem, dass die einfache Vergleichbarkeit von Marken ermöglicht! Mehr über Good on You erfährst du weiter unten.

 

fairlyfab bewertet Marken, damit Du es nicht tun musst

 

Die Kooperation mit Good On You ermöglicht fairlyfab den Zugriff auf die Daten eines weltweit anerkannten, komplexen und unabhängigem Ratings-System.

Wir listen ausschließlich Marken, die von Good On You mit „Great“, „Good“ und „It’s a start“ bewertet wurden. Marken, die von Good on You mit „Not good enough“ und „We avoid“ beurteilt sind, werden nicht aufgenommen.

 

So werden die Markenbewertungen bei fairlyfab abgebildet:

 

Great = Sehr gut – dafür steht das Symbol A

Good = Gut – dafür steht das Symbol B

It’s a start = Ein guter Start – dafür steht das Symbol C

Bewertung auf fairlyfab

KonsumentInnen können sich an der Gesamtnote im Bereich Nachhaltigkeit (A, B oder C) orientieren, die sich aus der Performance der drei Bewertungsebenen „Umwelt“, „Mensch“ und „Tier“ zusammensetzt. Zudem gibt die erreichte Punktezahl in den jeweiligen Bewertungsebenen genaueren Einblick in die Nachhaltigkeitsstrategie der jeweiligen Marken. VerbraucherInnen können so sehr leicht nachvollziehen, ob diese Marke auch ihren persönlichen Werten und nachhaltigen Fokusthemen entspricht und die Marken untereinander vergleichen. Ausführliche Infotexte zu jeder Marke und deren Bewertungsergebnissen von Good On You runden die Informationen ab.

Gut zu wissen: Not good enough ist für uns nicht gut genug!

 

Selbst bei den positiven Bewertungen schauen wir aber noch genauer hin und fordern entsprechend unserer Unternehmenswerte von allen Marken gleichermaßen hohe Standards unabhängig der Gesamtnote. Deshalb verzichten wir auf die Listung von Marken mit guter Gesamtbewertung, die bei Good On You in den Kategorien „Umwelt“ oder „Mensch“ die Bewertung „Not good enough“ erhalten. Dies ist möglich, da durch eine hohe Punktzahl in zwei Säulen hin und wieder eine niedrigere Punktzahl in der dritten Säule ausgeglichen werden kann. Doch für uns ist „Not good enough“ einfach „nicht gut genug.“

Alle auf fairlyfab empfohlene Marken müssen mindestens eine „Ein guter Start“-Bewertung im Bereich „Umwelt“ und „Mensch“ vorzeigen können, um gelistet zu werden. Außerdem behalten wir uns vor Marken nicht zu listen, die uns z.B. aufgrund der Höhe ihres Produktionsvolumens nicht vollständig überzeugen konnten.

 

Du willst mehr über Good On You wissen?

 

Good On You wurde 2015 von Gordon Renouf und Sandra Capponi in Australien gegründet. Die beiden hatten erkannt, dass immer mehr Menschen die Probleme der Großindustrie in den Produktionsketten sahen. Besonders jene, die hinter den Kulissen der Modeindustrie auftraten. VerbraucherInnen begannen zu hinterfragen wie die Kollektionen hergestellt werden und wie sich das auf die Menschen und den Planeten auswirkt. Was ihnen fehlte, waren eindeutige und verständliche Informationen, um Kaufentscheidungen zu erleichtern. Das Ziel von Gordon Renouf und Sandra Capponi für Good On You stand damit fest: Mode muss fair, transparent und nach Umweltaspekten dargestellt werden.

„Bei Good On You geht es nicht nur darum, dass Sie sich beim Einkaufen gut fühlen“, sagt Good On You-CEO Gordon Renouf. „Wir wollen Veränderungen schaffen, indem wir es für jeden von uns so einfach wie möglich machen, verantwortungsvolle Modemarken auszuwählen und die Labels zu belohnen, die Gutes tun, und nicht diejenigen, die es nicht tun.“ Und: „Je mehr Menschen wir an Bord bringen, desto mehr Unternehmen können wir dazu bringen, nachhaltiger und fairer zu sein“, sagt Renoufs Partnerin Sandra Capponi. Unterstützung bei dieser Bemühung bekommt die Rating-Plattform übrigens unter anderem von der britischen Schauspielerin und Umweltaktivistin Emma Watson.

 

So bewertet Good On You

 

Marken veröffentlichen Informationen über ihre Liefer- und Wertschöpfungsketten und zeigen Verantwortung für einen besseren Umgang mit der Umwelt, den Menschen und den Tieren. Good On You-Bewertungen berücksichtigen diese Informationen sowie weitere Standards der Nachhaltigkeitsbranche wie zum Beispiel:

  • Verhaltenskodex, der die Kernarbeitsweisen der ILO abdeckt
  • Arbeitnehmerrechte
  • Existenzsichernde Löhne
  • Umweltfreundliche Materialien
  • Reduzierung des Verbrauchs von Chemikalien, Wasser und Abwasser
  • Nutzung erneuerbarer Energien in den Produktionsstätten
  • Umweltfreundliche Verwendung von tierischen Produkten

Good On You gibt Daten mehr Gewicht, die von unabhängigen Drittanbietern geprüft wurden, und koppelt diese mit Indikatoren für die Nachhaltigkeitsleistung, wie zum Beispiel dem Fortschritt bei der Erreichung von Zielen.

Good On You verwendet für seine Analysen ausschließlich öffentlich einsehbare Informationen. Von den Marken, die auf der Plattform bewertet werden, verlangt Good On You, alle relevanten Informationen und Daten zu veröffentlichen. KonsumentInnen haben so die Möglichkeit, sich ein umfassendes Urteil über die ethischen Werte der Modemarken zu bilden. Darüber hinaus analysiert Good On You anhand von 500 Datenpunkten und 60 Zertifizierungsaspekten von Fair Trade über Global Organic Textile Standard (GOTS) bis zu Cradle-to-Cradle und vielen mehr. Hierbei wird der gesamte Produktionszyklus hinsichtlich der drei Kernbereiche Umweltbilanz, Menschenrechte und Tierschutz untersucht, um ein faires und nachvollziehbares Rating der Marken zu garantieren.

 

Marken-Bewertungen werden laufend aktualisiert

 

Good On You tauscht sich in regelmäßig mit Experten der Branche wie Fashion Revolution, Fashion for Good, Fairtrade und Vier Pfoten aus, um die Bewertungsmethoden und die Ratings Up-to-date zu halten. Anpassungen können positiv oder negativ ausfallen. Engagiert sich ein Fashion-Label beispielsweise bei einer Initiative, die im Umweltschutz tätig ist oder gründet einen nachhaltigen Interessenverband, wirkt sich das positiv auf die Bewertung aus. Marken hingegen, die irreführende Informationen veröffentlichen, wie zum Beispiel Greenwashing, erhalten eine schlechtere Bewertung. Das Rating von Good On You schließt auch aktuelle Probleme wie die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf ArbeiterInnen-Rechte in Produktionsländern in seine Bewertung mit ein.